Freimaurerloge Georg Liberalitas i.O. Meiningen

MatrikelNr. 993, A.F.u.A.M.v.D.Georg

GeG

“Die Freimaurerei ist nichts Willkürliches, nichts Entbehrliches, sondern etwas Notwendiges, das in dem Wesen der Menschen und der bürgerlichen Gesellschaft begründet ist." G.E. Lessing

Freimaurerei ist, was Freimaurer tun.

 

Ethische Orientierung

Ethik:

1. Philosophische Disziplin, die das sittliche Verhalten des Menschen zum Gegenstand hat.

2. Gesamtheit sittlicher Normen und Maximen, die einer verantwortungsbewussten Einstellung zugrunde liegen.

Gleichheit, Freiheit, Brüderlichkeit und Toleranz, in anderen Worten, HUMANITÄT. Die Freimaurerei versteht sich als Erbe der Aufklärung. Obwohl sie weder Dogmen noch offizielle Standpunkte hat, fühlt sie sich verpflichtet, als ethisch orientierter Bund einer Moral folgend zu praktizieren. Ihre Methodik des Strebens nach Wahrheit durch brüderliche Gespräche und kritische Argumente fördert die geistliche Entfaltung und vermeidet die Erstarrung zeitloser Ideale. „Glaubens-, Gewissens- und Denkfreiheit sind den Freimaurern höchstes Gut.“ (Verfassung der Großloge der A.F.u.A.M.v.D.)

Symbole

Symbol:

1. bildhaftes Zeichen, das einen tieferen Sinn ausdrückt, Sinnbild.

2. griech. [symbolon] Erkennungszeichen, Kennzeichen, Merkmal.

3. griech. [symballein] zusammenbringen, zusammentragen, vergleichen.

„Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.“ (A. de Saint-Exupéry)

So wie im Straßenverkehr sind die Symbole in der Freimaurerei Orientierungshilfen. Sie sind zeitlos, weil sie mehrere Bedeutungen haben und immer wieder zum Nachdenken anregen. Durch ihre Interpretation können wir Erkenntnisse erlangen, die uns den Weg in der Erforschung unseres Wesens erleichtern und auf diese Art und Weise klarer ausgedrückt werden können. Die freimaurerischen Symbole stammen prinzipiell (aber nicht ausschließlich) aus dem Brauchtum der Bauhütten im Mittelalter.

Rituale

Ritual:

1. Gesamtheit festgelegter Bräuche und Zeremonien, die zu bestimmten feierlichen Handlungen notwendig gehören.

2. wiederholtes, immer gleichbleibendes, regelmäßiges Vorgehen nach einer festgelegten Ordnung.

Die Freimaurer unterscheiden sich von vielen ähnlichen Organisationen durch ihre Tempelarbeiten im geschlossenen Kreis der Loge. Durch dramaturgisch organisierte Abläufe, Musik und Handlungen soll jeder einzelne Freimaurer in der Lage sein, sich vertrauensvoll im Tempel zu öffnen, um an sich selbst zu arbeiten. Damit diese intimen Erfahrungen vor Profanierung und Unverständnis geschützt bleiben, gilt eine Geheimhaltung dieser Abläufe für alle Mitglieder. Trotzdem kann man sich heutzutage über fast alle Einzelheiten der Tempelarbeiten in einer guten Bibliothek informieren.

Brüdergemeinschaft

Gemeinschaft

1. das Zusammensein, -leben in gegenseitiger Verbundenheit.

2. Gruppe von Personen, die durch gemeinsame Anschauungen o.Ä. untereinander verbunden sind.

Die Freimaurerei strebt danach, Freundschaften zu schließen, aus Fremden Brüder zu machen. In der Loge treffen sich Menschen, die sich sonst im alltäglichen Leben nie begegnet wären. Damit das gelingt, muss man Vorurteile abbauen und menschliche Distanzen überwinden. Daraus entsteht ein Bund Ungleichgesinnter, die zwangslos nach Toleranz, Erkenntnis und Harmonie streben. Die Loge ist das gesellige Labor der Freimaurer.

Königliche Kunst

Begriff Platons aus seinem Dialog „Politeia“

Königlich: zu einem König [Herrscher] gehörig.

Kunst: das Können, besonderes Geschick, Fertigkeit auf einem bestimmten Gebiet.

Freimaurerei ist die Sammlung aller vorherigen benannten Elemente: „eine Lebenskunst, die menschliches Miteinander und ethische Lebensorientierung durch Symbole und rituelle Handlungen in der Gemeinschaft der Loge darstellbar, erlebbar und erlernbar macht.“ (H.H. Höhmann) Der wahre Freimaurer versucht, alle diese Künste im Alltag zu beherrschen.

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